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Helen Parkhurst

Am 8. März 1886 wurde Helen Parkhurst als älteste Tochter des Ehepaares James und Ida Parkhurst in Durand/Wisconsin geboren. Sie besuchte die „Durand High School“, machte 1904 ihren Abschluss und bestand im gleichen Jahr das „Teachers´ Exam“. Anschließend unterrichtete sie in einer einklassigen Landschule.

1907 graduierte sie mit Auszeichnung zum „Bachelor of Science“. Danach arbeitete sie vier Jahre lang als Grundschullehrerin, in dieser Zeit begann sie mit dem „Laboratory Plan“ zu experimentieren.

1913 wurde Helen Parkhurst Direktorin des „Central Teachers´ College“ und entwickelte den „Laboratory Plan“ weiter.
Die Begegnung mit Maria Montessori im Jahre 1914 war prägend für ihr pädagogisches Denken und der Beginn einer intensiven Zusammenarbeit.
Ein Jahr später wurde Helen Parkhurst offizielle amerikanische Stellvertreterin der italienischen Reformpädagogin und übernahm die Leitung der LehrerInnenausbildung im „Montessori Normal College“. In dieser Zeit wurde die Montessori Demonstrationsschule in New York gegründet.

1918 löste sich Parkhurst von Montessori und führte die Schule nach ihren eigenen Vorstellungen weiter. In der Folge benannte sie diese Schule in „Children´s University School“ um und wandte den „Laboratory Plan“ in der Sekundarstufe an.

1920 führte sie diesen Plan in der „Public High School“, einer Sekundarschule in Dalton/Massachusetts, ein. In weiterer Folge wurde der „Laboratory Plan“ als „Daltonplan“ bezeichnet und wurde unter diesem Namen weltweit bekannt.
Auf Einladung der englischen „Dalton Association“ reiste Helen Parkhurst nach England und hielt Vorträge.

1922 erschien ihr Hauptwerk „Education on the Daltonplan“, worin sie ihre Erkenntnisse publizierte. Dieses Buch stieß auf internationales Interesse und trug zur Verbreitung der Daltonplanpädagogik bei.
Die nächsten Jahre verbrachte sie mit Vortragsreisen, die sie sogar nach China und Südafrika führten. In Japan wurde Helen Parkhurst vom Kaiser ausgezeichnet.

1924 wurde die „Children´s University School“ in “Dalton School(s), New York” umbenannt. Im Alter von 56 Jahren beendete Helen Parkhurst die aktive Tätigkeit an „ihrer Schule“ und wurde Lehrbeauftragte an der University of Yale.
Die darauf folgenden acht Jahre widmete sie der Forschung und produzierte Rundfunk- und Fernsehsendungen mit pädagogischen Themen.
Neben vielen anderen Werken erschien 1951 ihr Buch „Exploring the Child´s world“.
Auf ihrer Europareise im Jahre 1957 erhielt Helen Parkhurst eine Auszeichnung durch die niederländische Königin.
Von 1969 bis 1973 arbeitete sie an einem Buch über Maria Montessori und an ihrer Autobiographie, doch es gelang ihr nicht diese zu vollenden.
Helen Parkhurst starb nach einem längeren Krankenhausaufenthalt im Juni 1973 und wurde in Milford/Conneticut beigesetzt.

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