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Freiheit

„By `freedom`, I mean freedom to work without interruptions in order to persue an interest and in order to develop concentration. As applied to an individual, it is understood to mean that he is to be freed from those habits or conditions which enslave his life or impede his complete development.”

(S. Popp, 1999)

 

Im Daltonplan ist also Freiheit nicht als absolute Selbstbestimmung zu sehen, sondern als pädagogische Freiheit, in begrenztem Rahmen dem eigenen Willen zu folgen.

Durch Helen Parkhurst angeregt unterteilen wir Freiheit in drei Aspekte:

  1. Innere Freiheit
    Innere Freiheit kann sich nur durch ideale Entwicklungsbedingungen entfalten.
    Das bedeutet, dass ein begrenzter Freiraum respektiert wird, innerhalb dessen Kinder sich altersgemäß entwickeln können.
    Für uns bedeutet Innere Freiheit Selbstbestimmung und innere Selbstkontrolle.

  2. Äußere Freiheit
    Behutsames Führen und eine respektvolle Erziehung sind die Basis für die Entfaltung der Äußeren Freiheit.
    Dabei soll das Kind Verantwortung für sein Handeln übernehmen, Entscheidungen selbst treffen und dadurch ein moralisches Gewissen entwickeln.

  3. Pädagogische Freiheit
    Pädagogische Freiheit erfordert den Erwerb von Kompetenzen.

Aufgaben der Lehrenden sind in diesem Zusammenhang die Vermittlung von Wissen und grundlegenden Fertigkeiten und das Bewusstmachen von Fähigkeiten.

Die Aufgabe der Lernenden ist es, ihr Potential zu nutzen. Dabei hilft ihnen die Entscheidungsfreiheit über:

  • die Abfolge von Tätigkeiten
  • die Dauer der Bearbeitungszeit
  • den Lernort
  • die Sozialform
  • die Arbeitsschwerpunkte
  • die Anforderungsniveaus

Freiheit schließt stets Verantwortung für andere Menschen und für die eigene Entscheidung mit ein.